Wie erstellt man einen Trainingsplan bei Hämophilie?

03. Aug 2020

Dass Sie von Hämophilie betroffen sind, sollte Sie keineswegs vom Sport abhalten. Denn Bewegung hält fit und macht gute Laune. Wenn Sie einige Grundregeln beachten, haben Sie Ihren individuellen Trainingsplan einfach zusammengestellt.

Trainingsplan bei Hämophilie: passgenau für Sie konzipiert

Jeder Mensch mit Hämophilie bringt andere Voraussetzungen mit ins Training, jeder Körper reagiert unterschiedlich auf die Aktivität und auf einzelne Übungen – und selbstverständlich möchte sich auch jeder Mensch persönliche Trainingsziele setzen.

Es lohnt sich also sehr, sich etwas Zeit für Ihren Trainingsplan zu nehmen, denn dann macht der Sport auch richtig Spaß. Beachten Sie dabei Ihre persönliche Leistungsgrenze und besprechen Sie Fragen im Zusammenhang mit Ihrer Hämophilie bitte immer mit Ihrem Behandlerteam im Gerinnungszentrum / Hämophiliezentrum.

(Auch) bei Sport mit Hämophilie gilt: Lassen Sie sich Zeit für die Startphase!

Wenn Sie zu Beginn nichts überstürzen, machen Sie es richtig. Nehmen Sie sich am Anfang alle Übungen einzeln vor und achten Sie auf die korrekte Ausführung. So geben Sie sich selbst die Chance, die korrekte Ausgangsstellung, Körperhaltung und Bewegungsausführung zu lernen und zu üben.

Besonders wichtig im Hinblick auf Ihre Hämophilie und den Sport: Wenn Sie es langsam angehen lassen, können Sie die generelle Verträglichkeit der jeweiligen Übung für sich selbst besser beurteilen.

Nutzen Sie die Startphase auch, um die Ihnen möglichen Wiederholungen zu zählen bzw. alternativ die Zeitdauer zu bestimmen, in der Sie die Übung in einem leichten bis mittleren Belastungsbereich ausführen können. Diese Werte benötigen Sie dann bei der Erstellung des Trainingsplans. So können Sie auch Ihr persönliches Belastungsempfinden je Übung berücksichtigen.

Diese Übungstypen können Sie in Ihr Training integrieren

Bei Ihrem Hämophilie-Sport-Plan sollten Sie auf einen gesunden Mix aus Aktivitäten achten. Dazu zählen folgende Übungskategorien:

  • Mobilisierung:
    Hier mobilisieren Sie Ihre Gelenke – gerne täglich. Ihr Vorteil: Damit bereiten Sie Ihre Gelenkstrukturen auf die Bewegung und eine moderate Belastung vor.
  • Kräftigung:
    Zwei- bis dreimal pro Woche die Muskeln zu kräftigen, ist in der Regel ein guter Ansatz. So bauen Sie Ihre Kraft langsam auf. Hier ist es besonders wichtig, sich nicht zu überfordern. Bitte achten Sie darauf, dass Sie sich langsam steigern und dass im Zusammenhang mit Ihrer Gerinnungsstörung keine Schmerzen, Schwellungen, Einblutungen o.ä. auftreten. Falls doch, sprechen Sie mit Ihrem Behandlerteam.
  • Ausdauersport
    stärkt vor allem das Herz-Kreislauf-System. Suchen Sie sich „Ihre“ Sportart aus und genießen Sie ca. zwei Mal pro Woche das Radfahren, Schwimmen oder Ähnliches.
  • Koordination:
    In diesem Bereich geht es um Ihre Bewegungssteuerung – am besten täglich. Es zählt eine gute Ausführung der Übungen - wenige korrekt ausgeführte Bewegungen sind besser als sich fehlerhaft auszupowern!

Trainingsplan zum Download auf haemophilie-therapie.de

Sie möchten sich Ihren eigenen, individuellen Trainingsplan erstellen? Dann nutzen Sie unsere kostenlose Trainingsplan-Vorlage.

Darin finden Sie Tipps und praktische Beispiele für einen ausgewogenen Trainingsplan und ein interaktives PDF, in das Sie Ihre individuelle Planung eintragen können. Bei Fragen im Zusammenhang mit Ihrer Hämophilie und dem Sport sprechen Sie bitte Ihr Team im Behandlungszentrum an.

Sport & Hämophilie: Gesunde Ziele setzen & starten!
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