27. Mai 2026
Blutplasma spielt in der modernen Medizin eine wichtige Rolle. Viele Menschen verbinden Blut- oder Plasmaspenden zunächst mit Notfällen oder Operationen. Für Menschen mit Hämophilie hat Plasma jedoch noch eine andere Bedeutung: Es bildet die Grundlage für bestimmte Medikamente, die bei angeborenen oder auch erworbenen Blutgerinnungsneigungen eingesetzt werden.
Auch heute werden weiterhin plasmabasierte Arzneimittel benötigt, um Gerinnungsfaktoren bereitzustellen. Deshalb bleibt die Versorgung mit Plasma ein wichtiger Bestandteil der Hämophilie-Therapie und der Bedarf an Spenden dauerhaft hoch.
Was ist Blutplasma?
Blutplasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes. Es besteht überwiegend aus Wasser, enthält aber zusätzlich wichtige Proteine wie Gerinnungsfaktoren. Genau diese Bestandteile werden für verschiedene medizinische Therapien benötigt.
Bei einer Plasmaspende wird das Plasma von den Blutzellen getrennt, dann führt man diese festen Blutbestandteile wieder in den Körper zurück. So kann Plasma häufiger gespendet werden als Vollblut. In Deutschland sind mehrere Plasmaspenden pro Monat möglich, sofern die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Voraussetzungen für eine Spende
Vor jeder Spende wird überprüft, ob eine Spende gesundheitlich möglich ist. Dazu gehören unter anderem Fragen zum allgemeinen Gesundheitszustand, zum Alter und zum Körpergewicht. Zusätzlich werden Blutwerte kontrolliert und weitere Gesundheitsdaten erfasst.
Viele Spendeeinrichtungen bieten inzwischen digitale Unterstützung an. Über Apps wie „spenduru“ lassen sich für bereits registrierte Spenderinnen und Spender beispielsweise Termine vereinbaren, Erinnerungen verwalten oder persönliche Spendendaten einsehen. Solche Angebote erleichtern vielen Menschen die regelmäßige Organisation ihrer Spenden.
Warum regelmäßige Spenden bei Hämophilie benötigt werden
Plasma kann bis heute nicht künstlich hergestellt werden. Deshalb sind viele Therapien weiterhin auf freiwillige Spenden angewiesen. Aus mehreren Spenden entsteht oft nur eine einzige Medikamentendosis. Das zeigt, wie wichtig eine kontinuierliche Spendenbereitschaft ist.
Mit einer Plasmaspende konkret helfen
Viele Spenderinnen und Spender erleben die Plasma- oder Blutspende als direkte Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen. Das ist ein gutes Gefühl und ein wertvoller Beitrag für Mitmenschen mit chronischen Erkrankungen.
Es gibt heute viele Informationsangebote, die den Einstieg in das Thema Plasmaspende einfacher machen und über die persönlichen Voraussetzungen sowie über die Abläufe bei der Spende informieren.
Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet online viele weiterführende Informationen:
So kann aus einer freiwilligen Spende ein wichtiger Beitrag für die Versorgung von Menschen mit Hämophilie werden.
