Hemmkörper

Hemmkörper sind Antikörper im Blut, die sich gegen den ersetzenden Blutgerinnungsfaktor richten und dessen Funktion mindern oder gänzlich blockieren. Sie werden auch Inhibitoren genannt.

Hemmkörper bei Hämophilie

Hemmkörper treten bei einigen Patienten mit Hämophilie auf, insbesondere nach wiederholten Infusionen von Faktorpräparaten. Hemmkörper machen die Behandlung komplizierter, da sie die Wirksamkeit der Faktorpräparate herabsetzen können, was zu schwereren oder häufigeren Blutungen führen kann. Die häufigste Hemmkörperbildung ist bei Patienten mit schwerer Hämophilie A zu verzeichnen. Hier treten Sie während der ersten 50 Tage, an denen der Faktor gegeben wird, auf. In der Regel sind Kleinkinder betroffen.

Mit speziellen Labortests lassen sich Hemmkörper nachweisen. Unter anderem können die Konzentration und die Wirkung auf den Gerinnungsfaktor untersucht werden. Bei der erblichen Form der Hämophilie A kann eine Hochdosistherapie mit Faktor VIII durchgeführt, die darauf abzielt, den Hemmkörper zu beseitigen. Bei erworbener Hämophilie beinhaltet die Behandlung die Verwendung von immunsupprimierenden Medikamenten.

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